Aotearoa

Aotearoa bedeutet übersetzt soviel wie „Das Land der langen weissen Wolke“ in der Sprache der Maori, der Ureinwohner von Neuseeland. Erfreulicherweise scheint die Kultur der Maori hier einen relativ grossen Stellenwert einzunehmen im Alltag der Menschen. So sind beispielsweise viele Orte, Namen und Sehenswürdigkeiten neben englisch auch in dieser Sprache beschriftet. Die Situation hier in Neuseeland kann im Gegensatz zu anderen indigenen Völkern sicherlich als gut beschrieben werden, dennoch gibt es wohl auch hier noch weiteren Handlungsbedarf. Auf der Nordinsel werden wir uns vermutlich noch etwas näher mit dieser spannenden Kultur befassen können.

Nun sind wir allerdings (glücklicherweise, denn sonst hätten wir Vieles verpasst 😉) noch immer auf der Südinsel unterwegs. Wie ihr sicherlich bemerkt habt, hat das mit dem Hochladen des letzten Blogs trotz nur 100 MB auf dem Campingplatz nahe Invercargill geklappt, wenn auch erst nach langem Warten. 😆
Am nächsten Tag machten wir uns dann auf den Weg, nun wieder in Richtung Norden, nach Queenstown. Auf der langen Fahrt dorthin gönnten wir uns in einem kleinen Café am Strassenrand eine kurze Pause - den Kaffee mussten wir uns jedoch hart verdienen. Nach einer sehr mürrischen Bedienung warteten wir 30 Minuten auf unseren einfachen Milchkaffee. 😂 Zum Glück haben wir ja aber alle Zeit der Welt und so kamen wir am frühen Nachmittag dann doch noch im sehr geschäftigen Queenstown an. Die Aussicht auf den Lake Wakatipu war bereits vom Camper aus wunderschön und so genossen wir schliesslich unser Mittagessen in einem Restaurant direkt am See mitten in der Stadt. Danach ging es rasch weiter nach Wanaka, wo wir gegen Abend auf dem vierten Campingplatz an den Ufern des Lake Wanaka eincheckten. Nach dem selbstgekochten Nachtessen bei herrlichem Sonnenschein liessen wir den Abend bei einer Joggingrunde entlang des Sees ausklingen. Einen schöneren Abschluss des Tages hätten wir uns kaum wünschen können, die Szenerie, die sich uns dabei bot, war unbeschreiblich. 

Früh klingelte am nächsten Morgen der Wecker - wir hatten uns nämlich vorgenommen, die Wanderung 🥾 auf den nahegelegenen Roy‘s Peak in Angriff zu nehmen. Da wir im Vornherein gelesen hatten, dass der kleine Parkplatz oft schon vor 9 Uhr voll besetzt ist, wollten wir natürlich genug früh dran sein. Als wir um kurz vor 8 Uhr dort eintrafen, fanden wir zum Glück noch problemlos einen Parkplatz und konnten ausserdem einen wunderbaren Sonnenaufgang geniessen. Danach ging es für die nächsten zweieinhalb Stunden steil (und damit meine ich wirklich steil! 😅) den Berg hinauf. Insgesamt mussten 1200 Höhenmeter überwunden werden. Mit ziemlich müden Beinen kamen wir oben an, aber die Anstrengung hatte sich mehr als gelohnt. Der Ausblick über den Lake Wanaka und die umliegenden Berge bei strahlendem Sonnenschein ☀️ entschädigten für jegliche Mühen. Nach einer kurzen Zwischenverpflegung aus dem Rucksack 🎒machten wir uns wieder auf dem Weg ins Tal, wo wir eineinhalb Stunden später fix und fertig ankamen. Ausruhen konnten wir uns dann ein wenig auf der Fahrt nach Twizel, die dann noch einmal etwa zwei Stunden in Anspruch nahm. Auf dem dortigen Campingplatz erledigten wir die Wäsche 🧺, kochten das Nachtessen und fielen bald darauf auch schon todmüde ins Bett. 🥱😴

Am folgenden Tag fuhren wir entlang des ebenfalls sehr schönen Lake Pukaki nach Norden, in Richtung Aoraki/Mount Cook. 🏔 Dieser Berg (mit seinen 3724m der höchste Berg Neuseelands) faszinierte uns schon von Weitem. Auch heute hatten wir wieder viel Glück mit dem Wetter - die Sonne schien den ganzen Tag von einem beinahe wolkenlosen Himmel. ☀️ So machten wir uns noch einmal auf eine Wanderung nahe des Mount Cook durch das Hooker Valley. Auch diese Wanderung hat sich sehr gelohnt. Der Weg führte durch schöne Gras- und Buschlandschaften, über drei grosse Hängebrücken und vorbei an mehreren Gletscherseen bis er schliesslich nahe der Abbruchkante des Hooker Gletschers und dessen Gletschersee endete. Leider hatten noch unzählige andere Leute die gleiche Idee wie wir, so dass wir uns die Aussicht auf die schöne Landschaft mit Vielen teilen mussten. Zurück beim Parkplatz entschieden wir uns, bereits heute einen grossen Teil der Fahrt in Richtung des Arthur‘s Pass, welchen wir am nächsten Tag überqueren wollten, in Angriff zu nehmen. So fuhren wir noch einmal fast drei Stunden, bis wir dann in Geraldine, auf Grumpy‘s Campingplatz ankamen. Der Besitzer wie auch der gesamte Campingplatz waren auf den ersten Blick tatsächlich etwas „grumpy“, trotzdem haben wir uns sehr wohl gefühlt. 😊

Nach einer nebligen Nacht ging es am nächsten Morgen dann, wie geplant, weiter in Richtung des Arthur‘s Pass. Auf der langen Fahrt durch das Inselinnere über mehrere Pässe gab es verschiedene, kurze Zwischenstopps, entweder für eine Kaffeepause, um Drohnenaufnahmen zu machen und die Aussicht zu geniessen oder um bei Castle Hill die riesigen Steinformationen zu bestaunen. Schliesslich kamen wir am späteren Nachmittag in Hokitika, an der Westküste der Südinsel an und checkten auf einem Campingplatz direkt am Meer ein. Da das Internet hier ausnahmsweise mal etwas schneller ist als gewöhnlich, versuchen wir heute diesen Blog hochzuladen, bevor wir uns in der Dunkelheit dann noch auf Glühwürmchensuche begeben wollen. Die sollen sich nämlich nun schon bald nahe des Campingplatzes in einer Schlucht tummeln. Und mit ganz viel Glück sehen wir am Strand vielleicht noch den ein oder anderen Pinguin. 🐧


„Unser“ Camper


Lake Wakatipu


Camperleben 😊


Abendstimmung am Lake Wanaka


Sonnenaufgang kurz nach Beginn der Wanderung zum Roy‘s Peak


Kurze Verschnaufpause


Ausblick vom Roy‘s Peak





Sicht auf den Aoraki/Mount Cook, im Vordergrund der Lake Pukaki


Gletschersee entlang des Hooker Valley Tracks


Eine der drei Hängebrücken





Unter der Geröllschicht: Hooker Gletscher


Nachtessen auf Grumpy‘s Campingplatz


Castle Hill








Strand beim Campingplatz in Hokitika...


... mit verschiedenen Tieren rundherum


Kommentare

  1. so super, danke euch beide. Noch dem informative Itrag wünsche n i eue witerhin schön's Wettter und guete Fahrt. Jetzt, es isch scho spöt, recht en guete Schlaf. Und nomal viele Dank für de perfekte Impressione.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke vielmol 😊 Bis jetzt hämmer rächt Glück gha mitem Wätter!

      Löschen
  2. So, jetzt bin ich mit von Partie - Rebecca sei Dank :-))) Liebi Grüess

    AntwortenLöschen
  3. Also d Rebecca het mir jetzt geholfe es Google-Konto irichte, merci vellmol! Ha halt echli e langi Leitig������
    Also ich verfolge eure Reise mit grossem Interesse. Eure Berichte sind so spannend und die Fotos wirklich toll��. Eine willkommene Abwechslung zu unseren News, wo es nur
    um das Corona-Virus geht����. Weiterhin gute Reise und viele spannende Erlebnisse ��. Grüessli Bea

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebi Bea
      Schön, dases jetzt be der au funktioniert! 😊 Du hesch allerdings überhaupt kei langi Leitig, es klapped leider be vielne ned so wies sött 😏 Au be eus sälber teilwiis ned 😉 Google het do leider gwüssi Kompatibilitätsproblem.
      Danke vielmol, euch au e gueti Ziit trotz Coronavirus!

      Löschen
  4. Wow - weder tolli Bilder ond sehr entressant zum Läse. Ehr mached grad no Wüssensvermittlig - danke :) S'Foti, wo du of em Stei liisch, Chregi gseht cool us - hihi! Liebi Grüessli os de Schwiiz (wos di letschte paar Täg früehligshaft warm esch - rechtig schön! Ich hoffe, die warme Temperature helfed chli de doofi Coronavirus izdämme! Emerhin esch höt noni d'Usgangssperri cho - möcht am MO no gschwind mini Traumwohnig go besichtige in Villmerge, hoffe, das klappet alles - ond denn weder hei go hoffentlich en witere Blog-Itrag vo euch go lese ;)).

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Oh do bini jo denn gspannt, was du zbrichte hesch vo dinere Traumwohnig! Tönt uf all Fäll scho mol super! 😊 Ich hoffe au sehr, dass sich d‘Situation ide Schwiiz und au weltwiit bald chli beruhigt... 😏

      Löschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Ankunft in Singapur

Haere ra!

Noch zwei Monate...